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Rede des 1. Vorsitzenden Manfred Macke anlässlich der Jahresbegrüßung 2012

Liebe Sportfreundinnen, liebe Sportfreunde,

zunächst einmal allen Anwesenden ein herzliches Willkommen zur traditionellen Jahresbegrüßung beim Polizei-Motor-Sportclub Kassel.

Leider haben wir gleich die erste Aktion im neuen Jahr etwas unglücklich gewählt. Unser Termin heute findet so viele Überschneidungen mit anderen wichtigen Veranstaltungen, so dass wir zahlreiche Absagen bekommen haben. Soweit sie von offizieller Seite kamen waren sie aber verbunden mit den besten Wünschen für das neue Jahr und ein gutes Gelingen unserer Veranstaltung.

Nun ist es üblich, dass bei einer solchen Feier auch etwas vorgetragen wird und in unserem Fall werde ich das tun. Bevor Ihr also in den Genuss der kulinarischen Angebote der Familie Sehrt kommt, müsst Ihr Euch noch eine Weile gedulden und mir Euer Ohr leihen.

Einige wissen, dass ich ein großer Freund der deutschen Sprache bin, allerdings nur bei richtiger Anwendung und passendem Einsatz. Das führt mich gelegentlich bei meinen Internetbesuchen auch auf die Seite der Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden. Und wie inzwischen allgemein bekannt ist, findet man dort immer im Dezember das „Wort des Jahres“. Seit 1971 ausgesucht von einer Jury aus kompetenten Sprachexperten.

Im vergangenen Jahr war es das Wort Stresstest, fast schon ein Zungenbrecher, der einiges Talent für eine korrekte Aussprache braucht.

Stresstest wurde dann in 2011 auch mehrfach praktisch bei uns angewendet, zunächst nach der Erdbebenkatastrophe im japanischen Fukushima bei unseren Atomkraftwerken. Das hat mich schon einigermaßen erstaunt. Bis dahin war ich der festen Überzeugung, solche Prüfungen finden vor Erteilung der Baugenehmigung eines AKW statt. Und dann das Ergebnis: niederschmetternd! Letztlich führte es zum kompletten und kurzfristigen Ausstieg Deutschlands aus der zivilen Nutzung der Atomenergie. Wenn man sich die Kriterien des Stresstests ansieht, wird das nun aber wieder verständlich. Denn wir können in absehbarer Zeit in unseren Breiten ganz sicher mit Erdbeben der Stärke 8 und mehr mit anschließendem Zunami rechnen.

Ein weiterer Stresstest fand Anwendung bei unseren Banken. Bezeichnenderweise ebenfalls nach der großen Finanzkrise. Und so ganz zuversichtlich kann einen das Ergebnis auch nicht stimmen. Immerhin sechs von dreizehn der in Deutschland untersuchten Geldinstitute bestanden nicht. Ihnen fehlen über 13 Milliarden €. Gemessen am europaweiten Bedarf der Banken sind das etwas mehr als 10%. Gut, die Commerzbank hat jetzt verlauten lassen, sie will ohne staatliche Hilfe die im Stresstest ermittelte Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro schließen.
Ich bin überzeugt, hätte man die Zockermentalität aus den Chefetagen mit in den Stresstest einbezogen, wären vermutlich alle gescheitert.

Dann kam Stuttgart 21. Auch eine tolle Möglichkeit für eine Stresstest. Natürlich gibt es zu solchen Projekten die unterschiedlichsten Einstellungen. Und ganz egal, ob man dafür oder dagegen ist, jeder wird stichhaltige Argumente vorbringen können. Also musste eine Entscheidung her. Befürworter und Gegner sowie die politischen Gremien jedweder Couleur waren mit einem Stresstest einverstanden. Und dieser bescheinigte dann auf 202 Seiten, dass Stuttgart 21 den Stresstest bestanden hat. Die anschließende Volksabstimmung entschied dann mit 60:40 gegen den Ausstieg des Landes aus dem Projekt.

Eigentlich stammt das Wort Stresstest aus der Humanmedizin und soll helfen, herauszufinden, wie hoch die persönliche Belastung des Probanden im täglichen Leben ist. In einem Test habe ich einmal meine persönliche Stressbelastung ermittelt und kam auf einen Wert von 13 bei 80 möglichen Punkten. Insgesamt liegt der Wert im Mittel bei etwa 30. Zum Vergleich: eine aktuelle Tabelle weist den aktiven Polizeibeamten mit einem Durchschnittswert von 22 aus.

Wenn also Stresstest im vorigen Jahr eine solche Bedeutung bekam, was lag da näher, als ihn auch bei unserem PMS für 2011 einmal anzuwenden. Bei den Kriterien zur Bewertung habe ich (aus meiner Erinnerung) den Stand vom 1. Januar des letzten Jahres zugrunde gelegt und kam zu folgenden Ergebnissen, die zwar nicht erschreckend sind, aber ich denke, ein bezeichnendes Bild auf die aktuelle Situation werfen.

Beginne wir mit unseren Senioren. Da kann es nur heißen: volle Punktzahl. Mit den vielen Aktivitäten das ganze Jahr hinüber haben sie in allen Bereichen glänzend bestanden.

Dann unsere Sternfahrer. Hier langt es schon mal nur noch zu einem Mangelhaft. Denn die Teilnahme an der letzten Sternfahrt war praktisch Null. Auch wenn man bedenkt, dass der Zielort Wladimir in Russland noch 200 km östlich von Moskau liegt und nicht gerade mal einen Ausflug um die Ecke darstellt, ist das doch ein ziemlicher Rückschlag. Wenn wir berücksichtigen, dass das nächste Ziel Graudenz in Polen heißt, kann für die Bilanz 2013 sicher wieder mit einer besseren Note gerechnet werden.

Die Kradstaffel hat sich mit einigen Auftritten und damit verbundenen Einnahmen sehr gut geschlagen und darf für sich ebenfalls ein Bestanden mit Befriedigend in Anspruch nehmen.

Die Aktivitäten der Märchengruppe waren nach den Kriterien des Stresstests ebenfalls mit Bestanden zu bewerten, bestenfalls aber mit einem Ausreichend.

Der Festausschuss hat sich bei einer Vielzahl von Veranstaltungen (oft mit Unterstützung weiterer Vereinsmitglieder) sein Lob verdient (ich denke da z.B. an Glühweinfest und Adventskaffee) und kann für sich den Stresstest mit einer guten Note als bestanden betrachten.

Auch wenn es keine separate Sparte nach den Festlegungen im PMS ist, muss der wöchentliche Arbeitsdienst mittwochs in der PMS Scheune erwähnt werden. Dieser hat sich von der ehemaligen Tätigkeit im Keller des früheren Präsidiums am Altmarkt  (hier wurden von Spezialisten 30 und mehr Motorräder gewartet, gepflegt und instand gesetzt) zu einem umfassenden Dienst gewandelt, der Arbeiten in und an den gemieteten Räumen, vorbereitende Arbeiten für den Zissel, Reparaturen sowie Installationen und vieles mehr beinhaltet. Und noch einmal zum Verständnis: dieser Arbeitsdienst ist kein Dienst der Kradstaffel sondern für alle willigen und einsatzbereiten Clubmitglieder gedacht. Dass manchmal der Eindruck entsteht, es sei Kradstaffeldienst liegt einfach daran, dass bisher die meisten Teilnehmer auch der Kradstaffel angehören. Das passende Gegenbeispiel bin z.B. ich. Ohne Mitglied der Kradstaffel zu sein, bin ich auch beim Arbeitsdienst dabei. Was ich aber eigentlich zur Bewertung sagen wollte: Auch hier ein absolutes Bestanden mit Sehr gut.

Obwohl ich hierfür keine besonderen Maßstäbe anlegen will und kann, muss eine besondere Bewertung noch erwähnt werden. Jeweils am 3. Oktober veranstalteten wir unsere jährliche Orientierungsfahrt. Die Familien Dieter Berndt und Thorsten Bunzenthal haben dafür eine Route ausgearbeitet, die ebenso anspruchsvoll wie interessant und wieder ein einmaliges Erlebnis war. Hierfür kann es nur ein Ausgezeichnet geben.

Auch der PMS Zissel – es war der 25. – gehört zu den erfolgreichen Testkandidaten. Im Vergleich mit dem Vorjahr hat er wieder mit Auszeichnung bestanden, nicht zuletzt Dank der bewährten und einsatzfreudigen Thekenmannschaft und dem großen Engagement vieler weiterer Mitglieder.

Jetzt wäre es noch an der Zeit, ein Ergebnis für den Vorstand vorzulegen. Aber darauf will ich an dieser Stelle verzichten. Nicht das jemand glaubt, der Vorstand sei nicht kritikfähig. Das sind wir sehr wohl. Aber eine Selbstbeurteilung finde ich nicht angebracht. Deshalb überlassen wir dies unseren Mitgliedern anlässlich der Jahreshauptversammlung am 8. März. Dazu folgen natürlich noch die offiziellen Einladungen, aber den Termin kann man sich ja schon mal vormerken.
 
Bei so vielen positiven Bewertungen kann es nicht ausbleiben, dass auch etwas Negatives dabei ist. Und so muss ein Ungenügend verteilt werden und zwar an die Jugendgruppe. Hier hat sich im Laufe des Jahres eine von außen nicht zu erkennende Situation entwickelt, die mit dem plötzlichen Rücktritt des Jugendleiters ihren traurigen Höhepunkt erreichte. Das ganze geschah mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen und ohne Vorwarnung. Trotz mehrfacher intensiver Befragung war seine Motivation zu diesem Schritt nicht herauszufinden. Daraufhin musste auch kurzfristig das unmittelbar bevorstehende ADAC Turnier abgesagt werden. Auch innerhalb der verbliebenen Mannschaft hatte diese Situation zu Unzufriedenheit und Unstimmigkeiten geführt. Natürlich war nach diesem Affront nicht so schnell ein Nachfolger zu finden, bzw. klafften die Vorstellungen zwischen Vereinsvorstand und einigen Beteiligten in der Jugendgruppe zu weit auseinander. Als Folge gab es dann auch einige Austritte aufgrund der momentanen mangelnden Perspektive. Wobei alle die Zusicherung gaben, bei Vorlage eines neuen tragfähigen Konzepts weiter zu machen.

Und damit haben wir mit 2011 fertig und wir wissen auch schon die Hauptaufgabe für 2012, die da heißt: Jugendgruppe. Zurzeit ist der Vorstand damit befasst, die notwendigen Vorarbeiten für die Wiederaufnahme der Jugendarbeit zu erstellen. Die gute Nachricht dabei ist, dass für die Leitung der Gruppe eine geeignete und ebenso fähige wie engagierte Person gefunden wurde. Alles Weitere wird dazu in Vorstandssitzungen erarbeitet und zu gegebener Zeit Kund getan. Selbstverständlich freuen wir uns über weiteres Engagement aus den Reihen unserer Mitglieder und hoffen auf breite Unterstützung bei diesem Vorhaben.

Was erwartet uns noch im Jahr 2012?

Auf jeden Fall haben wir für alles, was wir vorhaben, schon mal einen Tag mehr Zeit, denn 2012 ist mit 366 Tagen ein Schaltjahr. So kommen die Fische-Geborenen vom 29.02. auch wieder einmal zu einem Original-Geburtstag.

Ich darf darauf hinweisen, dass am 15.02. hier in diesen Räumen die Jahresbegrüßung des Vereins B & P stattfindet, verbunden mit der Verleihung der Kasseler Polizeimedaille. Zur Erinnerung: der PMS ist Gründungsmitglied dieses Vereins und auch mit zahlreichen persönlichen Mitgliedschaften vertreten.

Wie im vergangenen Jahr sind verschiedene Veranstaltungen geplant, wie Motorradausfahrt, Kradstaffel beim Hessentag, wenn es klappt wie geplant auch wieder ein ADAC Motorradturnier, es wird wieder eine Orientierungsfahrt geben ebenso wie ein Glühweinfest und den Adventskaffee. Zu allen Veranstaltungen wird entsprechend informiert. Das geschieht einmal auf unserer Internetseite www.pms-kassel.net und selbstverständlich bei unseren Sportkreissitzungen, jeweils am 2. Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr. Auch besteht Informationsmöglichkeit bei unseren PMS Stammtischen, jeweils am 4. Donnerstag im Monat ab 18.00 Uhr. Alle Veranstaltungen in der PMS Scheune in Vellmar.

Man sollte es nicht für möglich halten! Da haben sich Dokumenta GmbH und Zisselvorstand in Kassel an einen Tisch gesetzt und auch noch geeinigt. Das ist nach bisherigen Erfahrungen in Kassel nicht unbedingt selbstverständlich, dafür aber umso erfreulicher für uns. Denn so wird es neben der Dokumenta 13 (vom 09.06. bis 16.09.2012) auch in diesem Jahr den PMS Zissel geben und zwar vom 3. bis 6. August an bekannter Stelle.

Vom 21. bis 25. 08.2012 findet die IPMC Sternfahrt nach Graudenz statt. Interessenten setzen sich bitte mit unserem Sportleiter Gerhard Zabbée in Verbindung.

Noch ein paar wichtige Ereignisse:
Vom 27.07. – 12.08. werden in London die Spiele der 30. Olympiade durchgeführt, am 01. Juli wissen wir, wer neuer Europameister im Fußball ist, die USA wählen am 6. November ihren 45. Präsidenten und am Ende das Jahres 2012 soll Europa glühlampenfrei sein.

Wenn wir uns heute einmal den Maya Kalender betrachten, so sind es noch genau 333 Tage bis zum Ende dieser menschlichen Zivilisation. Das bedeutet aber nicht, wie zahlreiche Berufs- und sonstige Pessimisten behaupten – das Ende der Welt, sondern lediglich der Übergang in eine neue, andere Zivilisation. Lassen wir uns also überraschen.

Aber bleiben wir erst mal beim hier und heute. Zurzeit befinden sich Kassel und vor allem der nordhessische Bereich in einem selten da gewesenen Aufwind und Optimismus. Überall wo man hinhört, nur positive Meinungen, Meldungen und Aussagen. Lassen wir uns anstecken von diesem Optimismus, schauen wir guten Mutes nach vorn, vergessen wir dieses ewig gestrige „das wird sowieso nichts“, überbrücken wir das verschmitzte, vorsichtig optimistische „schau’n mer mal“ eines Franz Beckenbauer und schließen wir uns dem neuen positiven Denken an mit einem Spruch von Franz Kafka, der einmal sagte:

>> Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis – vielleicht ist keines da. <<

Auf ein gutes, glückliches und gesundes 2012!

Noch ein Wort zum Thema deutsche Sprache.

Vor Jahren gab es eine Stellenanzeige in einer großen deutschen Zeitung mit folgendem Wortlaut:

Gesucht wird ein Mitarbeiter für folgende Aufgaben:
Allgemeine Supervisor-Probleme bei Frage- und Antwortprozessen, Pathing and pattern matching über allen Sprachen sowie back tracking und multi processing Verfahren.
Wir bieten die Möglichkeit zur Einarbeitung in eine very high level language aus dem Bereich artificial intelligence.

Das war eine Anzeige der Gesellschaft für deutsche Sprache.

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